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Saddam Hussein lehnt den Ausverkauf des Irak ab.

 

Die ägyptische Zeitschrift Al-Usbu veröffentlichte am 2. Mai 05 den Text eines Gespräches zwischen dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein und dem US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Während seiner letzten Reise nach Bagdad besuchte dieser den eingekerkerten irakischen Führer. Al-Usbu berichtet, dass gut informierte politische Quellen die Details der Sitzung bekannt gegeben haben.

Die Sitzung fand, gemäss Al-Usbu, nach einer erneuten Eskalation des irakischen Widerstandes gegen die US Kräfte und ihre Verbündteten statt. Gemäss diesen Quellen wurden allein in den letzten drei Monaten über 1600 getötet und verwundet. Dies sei jedoch nur ein Bruchteil der tatsächlichen Opfer seitens der Invasoren, handelt es sich dabei doch einerseits um Mitglieder der US-Streitkräfte, bezahlte Söldner sind also nicht eingerechnet, andererseits ist dies auch eine Zahl, welche von den Angreifern selbst zugegeben wird.

Verlässlichen Informationen zufolge hielt Präsident Bush mit seinem Stab im weissen Haus eine Sitzung ab, in deren Verlauf besprochen wurde, wie der Widerstand im Irak gebrochen werden kann. Die Vertrauendkrise gegenüber den US Verbündeten sollte überwundnen und die Leben der US-Militärangehörigen sollten besser geschützt werden. Die US Führung beschloss während dieser Zusammenkunft, den Präsidenten des Irak freizulassen, ihn in ein Land seiner Wahl ausreisen zu lassen und ihm ausreichende Geldmittel für ihn und für seine Familie zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug dafür müsste sich Saddam Hussein bereit erklären, im Fernsehen aufzutreten und den Widerstand aufzufordern, seine militanten Aktionen einzustellen.  Ebenfalls sollte Hussein angeboten werden, einer künftigen irakischen Regierung Männer und Frauen als Mitglieder empfehlen zu können.

Bush betraute seinen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld mit dieser Mission. Seine Aufgaben waren die möglichst schnelle Bildung einer neuen irakischen Marionettenregierung, sich mit der irakischen „Führung“ zu treffen, welche unter der Waffendrohung der USA im besetzten Irak entstanden ist. Gleichzeitig sollte sich Rumsfeld auch mit Präsident Saddam Hussein in seinem US amerikanischen Kerker, nahe am Saddam International Airport in Bagdad treffen.

Wir verlautet, dauerte das Gespräch, welches in Anwesenheit vom Kommandanten der US-Streitkräfte im Irak stattfand, fast eine Stunde. In der Folge verfasste Rumsfeld einen Bericht, in welchem er seinem Präsidenten Empfehlungen abgab, wie sich die künftige Politik der USA im Irak seiner Meinung nach entwickeln müsste.

Al-Usbu betont in dem Bericht, dass die Situation, gemäss Rumsfeld, für die USA und ihre Verbündeten von Tag zu Tag gefährlicher wird. Er betonte, dass der Widerstand auf ihn den Eindruck einer gut ausgerüsteten und gut organisierten Armee mache. Rumsfeld sagte ausserdem, die Zahl die der aktiven Widerstandkämpfer liege nun bei 400'000, Tendenz steigend.

Weiter führte Rumsfeld aus, die Ereignisse in Al-Fallujah hätten einen äusserst negativen Einfluss auf die gesamte Sicherheitssituation gehabt. Dem Widerstand sei es gelungen, die Früchte des „Krieges gegen den Terror“ zu ernten. Irakische Jugendliche würden untereinander wetteifern um sich in den Widerstand einzureihen.

Er bestätigte, dass sich viele der Widerstandsorganisationen unter der arabischen Baath Partei und dem Führer Izzat Ibrahim Al-Dour, dem (ehemaligen) Vizepräsidenten des Irak vereinigt hätten. Laut Rumsfeld wird sich die Situation noch wesentlich verschlimmern, da die Angriffe, welche zurzeit bei 200 pro Tag (!) liegen deutlich zunehmen. Komme noch dazu, dass nun nicht nur die US- und die Koalitionstruppen, sondern auch die Mitglieder der Marionettennationalgarde des Irak angegriffen würden.

Zum Schluss des Berichts vermeldet Al-Usbu, dass Rumsfeld auf eine Fortsetzung des Dialogs mit Saddam Hussein drängt, vor allem im Hinblick darauf, eine vorläufige Waffenruhe und somit ein Ende der Kämpfe erreichen zu können.

Al-Usbu wurde aus zuverlässiger Quelle ein Protokoll des Gespräches zwischen Saddam Hussein und Donald Rumsfeld zugespielt. Im Folgenden wird dieses Protokoll abgedruckt:

 

Zu Beginn des Treffens erschien Präsident Hussein äusserst ruhig, möglicherweise war er überrascht, dass sein Besucher Rumsfeld persönlich war. Er zeigte jedoch keinerlei Anzeichen einer nervlichen Anspannung.

 

Rumsfeld:

Ich bin zu diesem Treffen mit Ihnen gekommen um die Situation im Irak zu besprechen. Wir stehen mit einigen von Ihren Unterstützern, innerhalb und ausserhalb des Iraks im Kontakt und diese haben uns empfohlen, Ihnen zuzuhören.

 

Hussein:

Und was ist es, was sie von mir wollen? Ihre Streitkräfte haben das Territorium des ehrenwerten Iraks besetzt. Sie haben das herrschende Regime ohne jede legitime Basis gestürzt. Sie haben die Souveränität eines freien, unabhängigen Landes angegriffen und sie haben Verbrechen begangen, vor denen sie die Geschichte als blutbefleckte Zivilisation richten wird. Was also wollen sie noch?

 

Rumsfeld: (Versucht seinen Ärger zu verbergen)

Ich bin nicht gekommen um mit Ihnen über die Vergangenheit zu diskutieren. Ich habe ein klares und spezifisches Angebot für Sie und ich erwarte eine klare und spezifische Antwort.

 

Hussein. (spöttisch)

Ich nehme an, dass sie gekommen sind, um sich bei mir zu entschuldigen und die Macht an die Irakis zurück zu geben.

 

Rumsfeld:

Es gibt nichts, wofür wir uns entschuldigen müssten. Sie waren eine Gefahr für Ihre Nachbarn. Sie haben versucht Massenvernichtungswaffen zu erwerben und Ihre Herrschaft war eine Zwangsherrschaft. So war es für uns nur natürlich, Hand zu bieten um das Volk von Irak von der Gefahr zu befreien, welche von Ihrer Herrschaft ausging und unter der es dreissig Jahre lang gelitten hat.

 

Hussein:

Ich weiss, dass sie nichts von Geschichte verstehen und ihr Präsident ist so unwissend wie sie es sind. Sie haben so lange gelogen, es scheint, sie sind jetzt an dem Punkt angekommen, an dem sie ihre eigenen Lügen glauben. Wenn sie mit „Unseren Nachbarn“ das zionistische Gebilde meinen, dann haben sie allerdings Recht, für die sind wir eine Gefahr. Wir bereiten uns darauf vor, unser geraubtes und geplündertes Palästina zu befreien. Dies ist eine Pflicht, nicht nur für jeden Iraker, sondern für jeden Araber. Palästina ist ein arabisches Land, die Palästinenser sind ein arabisches Volk. Die Zionisten haben das Land geraubt und besetzt. Mit ihrer Hilfe und mit Hilfe der alten Kolonialmächte  kamen sie aus allen Ecken der Welt. Wenn sie jedoch Kuwait meinen, dann frage ich sie: Haben sie sich aus Kuwait zurück gezogen oder sind ihre Truppen noch dort stationiert?

 

Rumsfeld:

Dies sind Sicherheitsprobleme. Zwischen uns, Kuwait und den anderen Golfstaaten existieren Sicherheitsabkommen, welche auf der Bedrohung, welche Sie darstellen, beruhen.

 

Hussein:
Ist es nicht seltsam, einem Wolf die Schafherde anzuvertrauen? Das Volk von Kuwait ist ein arabisches Volk und Kuwait ist ein irakisches Territorium. Ich würde sie ja bitten, hinzugehen und die Geschichte zu lesen, wenn ich nicht ohnehin wüsste, dass sie nichts verstehen.

 

Rumsfeld:

Genug mit diesem Geschwätz: Ich biete Ihnen an…

 

Hussein: (schneidet ihm das Wort ab)

Bevor sie dazu kommen, mir ihre faule Ware anzubieten, möchte ich sie fragen: Haben sie Massenvernichtungswaffen gefunden oder nicht?

 

Rumsfeld: (verwirrt)

Bis jetzt nicht, aber wir werden sie noch finden. Bestreiten Sie etwa, dass sie Pläne zum Bau einer Atombombe hatten?

 

Hussein:

Seit 1991 hatten wir keine Massenvernichtungswaffen mehr. Wir waren ehrlich gegenüber den Inspektoren, wir waren ehrlich in unserer Korrespondenz mit Kofi Annan. Sie wussten das alles, aber sie nach jeder greifbaren falschen Anschuldigung gesucht, um den Irak besetzten und seine legitime Regierung beseitigen zu können.

 

Rumsfeld:

Das irakische Volk hat uns begrüsst und willkommen geheissen und der Grund dafür waren Sie und Ihre blutige Herrschaft über all die Jahre.

 

Hussein:

Ich bitte sie, Mr. Rumsfeld! Genug der Lügen! Ihr seid diejenigen, welche im Irak im Blut waten. Ihr habt uns gestürzt und seid nun gekommen um mit einer Bande von Verrätern das Land zu regieren.

 

Rumsfeld:
Diejenigen, welche Sie Verräter nennen, sind demokratisch gewählte Führer, gewählt vom irakischen Volk, welches unter Ihrer Herrschaft niemals die Möglichkeit hatte frei zu wählen.

 

Hussein:

Ich weiss, dass ihr mit einer Bande von Verrätern gekommen seid, mit Jalal al-Talabani an ihrer Spitze. (Lacht spöttisch) Der grosse Irak, regiert von Al-Talabani und von Al-Jafari, ist das nicht lächerlich? Von welchen Wahlen sprechen sie überhaupt? Können sie in einem besetzten Land das abhalten, was sie „freie Wahlen“ nennen?“ Mr. Rumsfeld, aus unserer Geschichte haben wir gelernt, dass die Besatzer immer mit ihren Lakaien und Agenten kommen und jetzt, nach all dem wollen sie mir im Ernst weismachen, das irakische Volk würde ihre „Freiheit“ und ihre „Demokratie“ geniessen? Sie im Delirium?

 

Rumsfeld: (versucht seine Wut unter Kontrolle zu halten)

Sie sind hier drin isoliert und Sie wissen nicht, was draussen vor sich geht. Das irakische Volk wurde von Ihrer Unterdrückung befreit. Wenn Sie oder einer Ihre Leute sich auf der Strasse blicken liessen, Sie würden getötet!

 

Hussein:

Und ich versichere ihnen, wenn der irakische Widerstand in der Lage wäre, herauszufinden, wo sie sich im Moment befinden, sie kämen hier nicht lebendig heraus! Ich möchte ihnen und ihrem stupiden Präsidenten einen Rat mit auf den Weg geben: Erzählen sie ihm, was von seinen Truppen übrig geblieben ist. Der Tod ist hinter ihnen allen her, und die Geschichte wird ihnen nicht vergeben!

 

Rumsfeld:

Ich bin eigentlich auch deswegen gekommen, um mit Ihnen über die terroristischen Aktivitäten Ihrer Leute zu sprechen. Kürzlich wurde Abu-Ghraib angegriffen, mehr als 50 Amerikaner wurden getötet oder verwundet, ausserdem wurden noch irakische Sicherheitskräfte getötet. Ihre Leute bekommen Unterstützung von Terroristen aus allen Ecken der Welt und Sie verraten das demokratische Experiment im Irak.

 

Hussein:

Was genau wollen sie von mir?

 

Rumsfeld:

Ich mache Ihnen ein Angebot: Sie werden freigelassen und können in ein Land Ihrer Wahl ausreisen unter der Bedingung, dass Sie ans Fernsehen gehen und die Terroristen dazu aufrufen, ihre Aktivitäten gegen uns einzustellen.

 

Hussein:

Ist dieses Angebot mit ihrem Präsidenten abgesprochen?


Rumsfeld:

Ja, dieses Angebot wurde an einem Treffen mit dem Präsidenten, dem Vize Präsidenten, dem Staatssekretär, dem Chef des Geheimdienstes und der Aussenministerin ausgearbeitet. Ich bin autorisiert, Ihnen  dieses Angebot zu unterbreiten.

 

Hussein:

Das ist eine triviale Sache

 

Rumsfeld: (mit einem Seufzer)

Wir sind auch bereit, Ihnen nahe stehende Leute an der Regierung teilhaben zu lassen.

 

Hussein:

Was noch?

 

Rumsfeld:

Sie bekommen von uns grosszügige finanzielle Unterstützung und Sicherheitsgarantien in dem Land Ihrer Wahl.

 

Hussein:

Möchten sie meine Bedingungen hören?

 

Rumsfeld:

Ich bitte darum.

 

Hussein:

Erstens: Ich will einen genauen Plan, wann sie sich aus dem Irak zurückziehen. Ich will, dass ihre Regierung diesen Rückzug der Welt bekannt gibt und unverzüglich damit beginnt.

Zweitens: Alle irakischen und arabischen Gefangenen, welche sie in ihren Gefängnissen festgesetzt haben, weil sie das Land und die Ehre des Irak verteidigt haben, werden sofort befreit.

Drittens: Sie garantieren uns die volle Kompensation aller materiellen Verluste, welche wir durch ihre Aggressionen erlitten haben und zwar seit der Mutter aller Schlachten vom Jahre 1991 bis zum heutigen Tag. Ich akzeptiere die Hilfe arabischer und internationaler Komitees beim Ermitteln dieser Kosten.

Viertens: Ich verlange die Rückgabe aller Gelder welche sie im Irak geplündert haben, besonders durch den Kriminellen Paul Bremer und seiner Bande von Verrätern und Dieben.

Fünftens: Die Rückgabe aller Kulturschätze, welche sie gestohlen und er archäologischen Mafia übergeben haben. Es handelt sich dabei um Schätze der Menschheit, jenseits von jedem Geldwert, weil sie Zeugnis ablegen von der irakischen Zivilisation. Es stimmt zwar, dass sie keine Zivilisation haben und ihre Geschichte ist lediglich 500 Jahre alt, dies berechtigt sie jedoch nicht dazu unsere Kulturschätze zu stehlen.

Sechstens schliesslich Händigen sie uns die „Massenvernichtungswaffen“ aus, die sie gefunden haben, ebenso händigen sie uns die Leichen der Märtyrer aus, welche im Kampf für den Irak ihr Leben gelassen haben.

 

Rumsfeld:

Soll das ein Witz sein?

 

Hussein:

Nein! Das ist die bittere Wahrheit und das wissen sie, Mr. Rumsfeld. Sie haben das schwerste Verbrechen der Geschichte gegen ein friedliches arabisches Land begangen. Wir haben uns im Jahre 1980 getroffen. Erinnern sie sich noch an ihre damaligen Angebote?

 

Rumsfeld:

Genug von der Vergangenheit. Wir haben damals beide versucht, unsere jeweiligen Positionen vorwärts zu bringen. Wir haben uns jetzt entschlossen, mit den moderaten Islamisten in einen Dialog zu treten. Wir haben keine Möglichkeit sie daran zu hindern, durch Wahlen an die Macht zu kommen. Wichtiger aber ist, dass wir uns  entschlossen haben, mit terroristischen Organisationen wie der Hamas oder dem Jihad , der Hisbollah oder anderen fundamentalistischen Organisationen in Dialog zu kommen. Wir können uns sogar vorstellen, die Taliban in Afghanistan wieder an die Macht kommen zu lassen, vorausgesetzt, sie geben ihre Waffen ab.

 

Hussein:
Also beginnen sie ihre Irrtümer einzusehen?

 

Rumsfeld:

Das ist die natürliche Entwicklung der Ereignisse. Wir wollen die Ausbreitung der Demokratie und Verhinderung der Tyrannei.

 

Hussein:

Ich wünschte sie wären erfolgreich, wenn ich ihnen trauen könnte. Ich kenne jedoch ihre wirklichen Ziele. Wenn sie vertrauenswürdig wären, dann müssten sie und ihre Verbündeten sich sofort aus dem Irak zurückziehen. Sie müssten auch ihre Unterstützung für „Israel“ einstellen. Ich weiss jedoch, ihr Präsident ist hartnäckig, arrogant und er sagt nicht die Wahrheit.

 

Rumsfeld:
Er ist ein demokratisch gewählter Präsident und kein blutiger Herrscher wie Sie es sind.

 

Hussein:

Terror ist ihre Politik und Lüge ist ihre Methode.

 

Rumsfeld:

Dieses Angebot ist eine historische Gelegenheit für Sie. Sie werden frei gelassen und wir werden Ihren Rat bei allem was den Irak angeht konsultieren. Wenn Sie dieses Angebot ausschlagen, wird es keine solche Gelegenheit mehr geben.

 

Hussein:

Ich suche keine Angebote. Ich suche auch nicht nach einem Weg, wie ich meinen Hals vor dem Galgen retten kann, den sie für den gesamten Irak gebaut haben. Wenn ich das wollte, hätte ich das russische Angebot akzeptiert und meine Söhne und meine Enkel vor dem Märtyrertod bewahrt. Ich weiss nicht was aus meiner Familie, meinen Töchtern und meinen Grosskindern geworden ist. Aber glauben sie mir, ich bin mit dem Schicksal des irakischen Volkes mehr verbunden als mit dem Schicksal meiner Familie oder mit meinem eigenen Schicksal.

Es ist noch nicht so lange her, da haben mir ihre Männer das Angebt gemacht, ich solle erklären, wir hätten unsere Massenvernichtungswaffen nach Syrien geschmuggelt. Dafür wollten sie mich damals freilassen. Ich habe abgelehnt und ich lehne heute ab.

 

Rumsfeld:
Ich will keine Ablehnung von Ihnen. Ich will, dass Sie darüber nachdenken. Unsere Positionen sind nicht so verschieden. Wir wollen beide das Blutvergiessen beenden. Wir wollen das aus einer Position der Stärke und nicht aus einer Position der Schwäche heraus.

Wir haben Jalal Talabani gefragt, ob er eine Erklärung machen könne, in welcher er sich weigern würde, Ihr Todesurteil zu unterzeichnen. Wir sind zur Diskussion mit Ihnen und mit Ihren Männern bereit.

 

Hussein:

Sind sie bereit sich zurückzuziehen oder nicht?

 

Rumsfeld:

Möglicherweise können wir darüber diskutieren. Unsere Truppen haben sich darauf vorbereitet für eine lange Zeit im Irak zu bleiben. Möglicherweise können wir uns von der Strasse und aus den Städten zurückziehen, aber unsere Stützpunkte werden wir behalten.

 

Hussein:

Dann wollen noch einen Strhomann und dann noch einen. Nein, Mr. Rumsfeld, sie sprechen mit Saddam Hussein, dem Präsidenten des Irak.

 

Rumsfeld:
Aber Sie haben Ihre Macht verloren!

 

Hussein:

Ich habe nichts mehr, ausser meine Ehre und die Ehre können sie nicht kaufen.

 

Rumsfeld:

Aber das Leben selbst hat keinen Preis.

 

Hussein:

Leben ohne Ehre ist wertlos. Sie haben dem Irak die Ehre geraubt, als sie in dieses Land reingetrampelt kamen. Die Ehre des Landes wird wiederhergestellt werden, egal ob Saddam Hussein lebt oder als Märtyrer stirbt.

 

Rumsfeld:

Diejenigen, welche Sie unterstützen haben uns gesagt, dass die erste und die letzte Entscheidung bei Ihnen liegt. Haben sie diese Reaktion von Ihnen erwartet?

 

Hussein:

Mit Sicherheit wussten sie, dass Saddam Hussein seine Ehre und seine Heimat nicht verkaufen wird.

 

Rumsfeld:

Die Geschichte wird Sie für das Blutvergiessen im Irak verantwortlich machen.

 

Hussein:

Eher werden sie von der Geschichte für ihre Verbrechen gerichtet. Ich habe sie damals gewarnt, als ich ihnen gesagt habe, sie würden vor den Mauern Bagdads Selbstmord begehen. Ich möchte, dass sie nach London gehen und dort die des britischen Aussenministeriums lesen. Vielleicht lernen sie ja etwas über den Kampf des irakischen Volkes gegen ihre britischen Freunde, welche eben dabei sind, ihre Fehler zu wiederholen. Das irakische Volk ist ein hartnäckiges Volk und es fürchtet den Tod nicht. Der Widerstand ist stärker als sie sich vorzustellen vermögen. Ich verspreche ihnen sie bekommen davon noch viel mehr!