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Der Protestschrei von
Millionen von Menschen dieser Welt war im
Februar 2003 in den Straßen der Hauptstädte zu
hören, als diese den Angriff auf den Irak
ablehnten. Diese Millionen waren sich dessen
bewusst, dass durch Zerstörung und Krieg kein
Frieden entstehen kann.
Die Erfahrung zeigt, dass der
millionenfache Protest Recht behalten hat. Die
USA und die sie unterstützenden Armeen haben den
Irak besetzt und den Menschen Demokratie,
Freiheit und Wohlstand versprochen. Aber auch im
fünften Jahr unter Besatzung kann das irakische
Volk keinen Ort in seiner Heimat finden, an dem
es vor den Soldaten, vor den Söldnern von
Blackwater oder vor Terroristen und Kriminellen,
die ein Produkt der Besatzung sind, sicher ist.
Unter den bestehenden
Bedingungen der Besatzung haben die Irakerinnen
und Iraker keine Hoffnung oder Perspektive für
die Zukunft. Es gibt heute mehr als drei
Millionen IrakerInnen, die aus Angst vor
Festnahmen und Mord zu Flüchtlingen geworden
sind.
Die, die geblieben sind,
leiden weiterhin unter dem Schmerz der
Besatzung. Manche von ihnen wurden in den
schrecklichsten Gefängnissen der Welt
eingekerkert.
Zur jetzigen Zeit hält die Armee
der US-amerikanischen Besatzer mehr als 150.000
Menschen in Gefängnissen im Irak fest, zerstreut
auf über 28 Gefangenenlager. In Tausenden Fällen
- darunter viele ältere Leute, die unter
schweren, mitunter lebensgefährlichen
gesundheitlichen Problemen leiden - wurden mehr
als fünf Jahre unter brutalen Bedingungen
festgehalten – verstoßen die USA und ihre
europäischen Gehilfen gegen die Genfer
Konventionen in Bezug auf die Behandlung von
Kriegsgefangenen. Tausende der anderen Häftlinge
sind junge Männer, Frauen und Kinder, die statt
ihren Vätern und Ehemännern als Geiseln genommen
wurden. Der Großteil der Gefangenen wird ständig
den gemeinsten Arten der Folter, Beleidigung und
Demütigung unterworfen, ihre Menschenwürde wird
vollkommen untergraben und missachtet. Allen
werden jegliche Mittel zur Kommunikation mit der
Außenwelt entzogen, den meisten wird auch der
Kontakt zu ihren Familien verwehrt.
Weil wir die Bevölkerung der
USA nicht verantwortlich machen für die Kriege,
Besatzung und Menschenrechtsverstöße, die die
Methode der derzeitigen US-Administration
darstellen, weil wir uns erstens der
Menschlichkeit und zweitens dem irakischen Volk
verpflichtet fühlen, erklären wir unsere
Opposition zu den Taten der Besatzer, die sich
gesetzeswidrig bzgl. der
Menschenrechtskonventionen verhalten.
Unsere Position ist eine
menschliche Position, die die Zivilisation
unterstützt und sich gegen jedes Unrecht stellt,
egal, welcher kulturellen, ethnischen oder
geographischen Herkunft die Betroffenen sind.
Unsere Position umfasst nicht
nur die Verteidigung der Freiheit und
Menschenrechte der IrakerInnen, sondern auch die
Verteidigung ethischer Werte, der Menschlichkeit
und des Systems der Gerechtigkeit und der
Gesetze, das alle schützen muss - einschließlich
den Irakerinnen und Irakern.
Indem wir unsere Solidarität
mit denen, die ihr legitimes Recht auf
Selbstbestimmung in ihrer Heimat verteidigen,
verkünden, verurteilen wir die Fortsetzung der
Festnahmen und rufen euch alle auf, Aktivitäten
und Veranstaltungen zu initiieren, um die
Befreiung der politischen Gefangenen zu fordern.
Wir glauben, dass
Gerechtigkeit untrennbar mit Freiheit verbunden
ist. Das Gras wächst nicht auf Schutzschildern
der amerikanischen Panzer, wie wir in den
letzten fünf Jahren gesehen haben. Es wächst in
den Herzen jener, die an den Menschen glauben,
an seine Rechte und seine Würde.
Wir fordern die Befreiung der
politischen Gefangenen, wir rufen das den Irak
besetzende US-Militär erneut zur Einhaltung der
Genfer Konvention bezüglich der Behandlung von
Gefangenen auf, um alle Arten der Folter gegen
Häftlinge zu stoppen und den Zugang von
Menschenrechts-Organisationen und dem Roten
Kreuz zu den amerikanischen Gefangenenlagern in
Irak zu ermöglichen.
http://www.albasrah.net/pages/mod.php?mod=art&lapage=../en_articles_2008/0608/IRAQI%20DETAINEES_030608.htm
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